Auch für die "Kleinen" gilt: Besser vorbeugen!
Überhitzung und ErkältungenTemperaturen über 21° C werden von Felltieren schlecht vertragen. Für Sonnen- und Regenschutz sorgen. Es kommt zu Hitzestau und Kreislaufproblemen. Temperaturen unter 10° C (bei Außenhaltung unter Minus 15 °C) sind ebenfalls bedenklich. Nasskaltes Wetter verursacht Schnupfen und Lungenentzündung.
Ihr Kaninchen frisst KotWenn Ihr Kaninchen die eigenen Kotbällchen frisst, müssen Sie nicht beunruhigt sein. Diese Kotbällchen sind meist kleiner und heller als die übrigen und werden speziell im Darm gebildet und dienen der Vitaminversorgung.
Zähne und KrallenEine regelmäßige Zahn- und Krallenkontrolle ist unerlässlich. Alle Kaninchen haben ständig nachwachsende Zähne. Das notwendige natürliche Abnutzen der Zähne kann man durch richtige Ernährung mit viel Heu und der regelmäßigen Futterzugabe von Zweigen beeinflussen. Die Kontrolle darf jedoch nicht entfallen. Bei überlangen oder deformierten Zähnen muss der Tierarzt aufgesucht werden. Hauskaninchen, wie auch Meerschweinchen, haben wenig Gelegenheit zum Scharren, um sich so die Krallen abzunutzen. Auch hier muss der Tierarzt regulierend eingreifen. Von Weiden können Sie das ganze Jahr über Äste sammeln, vor allem nach Stürmen, denn dann brauchen Sie die Zweige nur vom Boden aufzusammeln. Die Gerbsäure der Weide ist besonders wertvoll für den Magen- und Darmtrakt.
Goldregen hingegen ist giftig! Hoch giftig sind auch Oleander und Tulpen.
WasserhaushaltWenn ein Meerschweinchen viel Grünkost bekommt, wird es seinen Wasserbedarf größtenteils über das Saftfutter abdecken. Trotzdem muss täglich frisches Wasser angeboten werden. Bei Tieren, die kein Wasser erhalten, kommt es zu Störungen des Flüssigkeits- und Elektrolytehaushaltes, die lebensbedrohlich sein können. Achten Sie bei der Wassergabe - vor allem im Winter - darauf, dass das Wasser nicht zu kalt ist.
Herz und KreislaufDenken Sie daran, dass Sie nicht zur Mast füttern. Zu üppige Fütterung führt zu Herz- und Leberverfettung und kürzt das Lebensalter. Bekommt Ihr Kaninchen z. B. am Hals eine Fettwamme, die sog. Wohlstandswamme, müssen Sie sich Gedanken über Fütterungsmenge in Relation zur Bewegung Ihres Tieres machen.
DurchfallVerlieren die Kotbällchen ihre Form und sind weich und matschig, setzen Sie sofort das Pelletfutter und Grünkost ab. Ernähren Sie Ihren Liebling einen Tag lang nur mit Heu und Wasser. Tritt bis zum nächsten Tag keine Besserung ein, ist Gefahr im Verzug. Bitte suchen Sie sofort einen Tierarzt auf! Es könnte sich um eine bakterielle Infektion handeln.
Kohlblätter führen zu Blähungen.
Wenn Sie Ihren Pflegling genau beobachten, werden Sie feststellen, dass er über eine eigene Körpersprache verfügt. Je mehr Sie sich Zeit nehmen, desto vertrauter werden Sie mit Ihrem Hausgenossen und werden schon dadurch feststellen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Zögern Sie nicht den nächsten Tierarzt aufzusuchen! Lieber einmal zu oft, als einmal zu spät!
Mit freundlicher Genehmigung des Tierschutzverein München e.V.