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Veranstaltungstipps : Internationales Maritimes Museum Hamburg
Veröffentlicht von Tiina am 26.06.2008 10:11:14 (886 gelesen)

Hamburgs neues Seezeichen: Das Internationale Maritime Museum Hamburg (IMMH)


Hamburg hat ein neues Seezeichen! Am Mittwoch, 25. Juni 2008, eröffneten Bundespräsident Horst Köhler, Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust und Professor Peter Tamm das Internationale Maritime Museum Hamburg (IMMH). Seit Donnerstag, 26. Juni 2008 ist das Museum für Besucher geöffnet.

Die neun Ausstellungs-Decks im historischen Kaispeicher B erzählen von Entdeckern und Eroberern, von Kapitänen und einfachen Seeleuten - eine Expedition durch 3.000 Jahre Menschheitsgeschichte.
Der Besucher entdeckt auf seinem Rundgang neue Horizonte. Er spürt die Verlockung ferner Ufer. Er erlebt, wie die Natur den Menschen herausfordert und ihm immer wieder seine Grenzen aufzeigt. Und er erkennt, wie Neugier und Machtstreben die Entwicklung der Seefahrt vorantreiben.
Die Ausstellung im Internationalen Maritimen Museum Hamburg schlägt verschiedene Kapitel der Geschichte auf und ordnet Ereignisse und Entwicklungen in den internationalen Kontext ein. Modellschiffe und Dioramen, kostbare Objekte und Schriftstücke, Tondokumente und Filmaufnahmen veranschaulichen die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Basis des Museums ist die Sammlung von Professor Peter Tamm. Die weltweit größte maritime Privatsammlung wurde in eine Stiftung überführt und im Kaispeicher B in der Hafencity der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Für die 1.000 großen und 36.000 Miniaturmodelle, 5.000 Gemälde, Grafiken, Aquarelle sowie viele weitere Exponate wurde ein modernes Museumskonzept entwickelt. So können zwei Drittel seiner Stücke dauerhaft gezeigt werden.
In der Bibliothek und im Archiv stehen unter anderem 120.000 Bücher und Atlanten, 50.000 Konstruktionspläne, 2.000 Filme, 500.000 Fotos und 15.000 Schiffs-Speisekarten für Forschungszwecke zur Verfügung.
Die Ausstellung gliedert sich in neun Decks mit eigenen Themenschwerpunkten. Jedes Deck ist chronologisch aufgebaut. Ein Zeitstrahl mit den wichtigsten Daten zum jeweiligen Aspekt erleichtert die historische Einordnung, ein Leitsystem und ein Info-Blatt weisen den Weg durch jede Etage.

Die Decks im Überblick:

Deck 1: Die Entdeckung der Welt: Navigation und Kommunikation

Am Anfang war das Meer. Menschen standen am Ufer - bereit, neuen Horizonten entgegen zu segeln. Die See empfängt auch Besucher des IMMH auf Deck 1 - als Film, als Gemälde und als Dichtung: Die Reise durch 3.000 Jahre Seefahrtsgeschichte beginnt.
Kinderbereich "Das Schwimmende Klassenzimmer"
Im "schwimmenden Klassenzimmer" auf Deck 1 entdecken Kinder Neues rund um das Meer und die Seefahrt. Spiele, Bücher und Bastelmaterial stehen zur Verfügung. Außerdem liegt hier die "Queen Mary 2", gebaut aus fast einer Million Legosteinen, im Dock "Elbe 17". Wer angesichts des mehr als sechs Meter langen und 1,70 Meter hohen Schiffsmodells Lust zum Bauen bekommt, kann dies an den Lego-Tischen im Spielbereich tun.
Gruppen werden in einem für sie reservierten Bereich aktiv. Sie können Knoten knüpfen, Segelschiffe bauen oder einfache Seestücke malen. Und gleich nebenan in der Modellbauwerkstatt pflegen Fachleute kostbare Museumsobjekte. Zuschauen und Fragen ist jederzeit erlaubt!

Deck 2: Mit dem Wind um die Welt: Schiffe unter Segeln

Einst bestimmte der Wind, wie schnell ein Schiff sein Ziel erreichte. Deck 2 des IMMH erklärt, wie er entsteht und welche Kraft die zwölf Beaufortstärken entfalten. Die fünf wichtigsten Segeltypen sind in Originalgröße ausgestellt, und aus einer Tauwerkstatt duftet es nach Teer. Anhand ausgewählter Modelle lassen sich verschiedene Entwicklungsstränge verfolgen.

Deck 3: Geschichte des Schiffbaus: Vom Handwerk zur Wissenschaft
Von der Steinzeit bis heute spiegelt der Schiffbau die technischen Möglichkeiten seiner Epoche. Am Anfang der Entwicklung stand der Einbaum. Ein Jahrtausende alter, mit einfachsten Werkzeugen ausgehöhlter Baumstamm aus der Elbe bei Geesthacht ist das älteste im IMMH gezeigte Exponat - eine Leihgabe des Helms-Museums.
Erst Jahrhunderte später planten die Konstrukteure ihre Arbeit anhand von Schiffsrissen und Modellen.
Wie sich der Schiffbau seitdem immer weiter spezialisiert hat, illustrieren moderne Werftmodelle, maßstabsgetreue Nachbauten von Dampfmaschinen der "Titanic"und der "Deutschland", Schleppmodelle der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt und verschiedene Filme.
Übergang zum Heinemann-Deck:
Im Übergang zum Nachbargebäude, dem Speicher der Gebr. Heinemann KG, wird die Entwicklung des Segelsports vom königlichen Vergnügen zum Breitensport nachgezeichnet.

Deck 4: Dienst an Bord: Im Zeughaus der Geschichte
Ein Rundgang über das als Studiensammlung konzipierte Deck 4 schärft den Blick für die Formensprache und die Verwendungszwecke von Orden. Sie dienten nicht nur den oberen Rängen als Ausdruck ihrer Machtstellung, sondern hielten als sichtbare Anerkennung auch gewöhnliche Soldaten bei der Stange. Ein weiteres Merkmal von Rang und Würden -und unverzichtbarer Teil der Ausrüstung- sind die Blank- und Schusswaffen, deren Entwicklung sich ebenfalls auf Deck 4 studieren lässt.
Der Seelsorge und der Medizin an Bord sind auf Deck 4 ebenso eigene Bereiche gewidmet wie den Festen und Gebräuchen.

Deck 5: Krieg und Frieden: Marinen der Welt seit 1815
Neben dem Handel waren Aufbau und Sicherung von Mächteverhältnissen ein wichtiger Antrieb für die Entwicklung der Schifffahrt. Im Zuge der Industrialisierung wurden dampf- und motorenbetriebene Panzerschiffe mit schwerem Geschütz gebaut. Diese Entwicklung wird auf Deck 5 anhand zahlreicher Modelle deutlich.

Deck 6: Moderne Seefahrt: Handels- und Passagierschifffahrt
Auf Deck 6 erfahren Museumsbesucher anhand von Modellen und Dokumenten, wie sich die Handels- und Passagierschifffahrt seit der Zeit der Dampfmaschinen verändert hat. Immer größere Schiffe konnten immer mehr Fracht laden und transportieren. Ihre Geschwindigkeit wuchs, und die Zeiten zum Be- und Entladen nahm ab.
Während der Transport immer zügiger und reibungsloser funktioniert, entdecken Urlauber den Weg als Ziel. Kreuzfahrten boomen!

Deck 7: Expedition Meer: Das letzte Geheimnis der Erde
Noch schlummern Geheimnisse unter der Meeresoberfläche - doch Experten aus aller Welt sind dabei, sie zu lüften. Beim Rundgang über Deck 7 taucht man ab, um über die Formen, Farben und Geräusche der Tiefsee zu staunen. Hier erklingt eine "Sinfonie" aus Walgesängen, dem Heulen eines Unterwasser-Vulkans und mysteriösen "Bloops", deren Herkunft bis heute unklar ist -dort schillern Krill, Kalmare & Co.
Zudem steht der Wissenschaft die Hochsee-Industrie gegenüber: So werden die Entwicklung der Fischerei und das blutige Geschäft des Walfangs ebenso thematisiert wie die Offshore-Ölförderung.
Kinderbereich "Forschungsstation"
Ob Steine schwimmen können und wie Unterwasser-Vulkane entstehen, erfahren Kinder in der "Forschungsstation" auf Deck 7. Das Labor, das Gruppen nach vorheriger Anmeldung zur Verfügung steht, wurde in Zusammenarbeit mit dem UNIschullabor des MARUM Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen eingerichtet.

[b]Deck 8: Kunstsammlung: Marinemalerei und Schatzkammer

Meer und Schiffe inspirieren Künstler seit jeher. Doch ihre Blütezeit erlebte die Marinemalerei erst Mitte des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden. Die Marinemaler jener Zeit galten als Chronisten, die wichtige Ereignisse und Schiffe in Öl festhielten. Das Internationale Maritime Museum Hamburg zeigt Gemälde aus 500 Jahren Kunstgeschichte

Deck 9: Modelle: Die große Welt der kleinen Schiffe
Auf Deck 9 gelingt der Größenvergleich zwischen einem Wikingerschiff und der "Queen Mary 2" ebenso wie der Überblick über die Jahrzehnte währende Entwicklung verschiedenster Schiffstypen auf wenigen Quadratmetern. 36.000 Modelle im Maßstab 1:1250 sind im obersten Ausstellungs-Deck des IMMH versammelt. Während in der Großvitrine die pure Masse der Schiffchen beeindruckt, faszinieren Dioramen - etwa des Bremerhavener Hafens oder der New Yorker "Stinger Piers" - mit Detailgenauigkeit.
Im West-Teil des 9. Decks werden die Geschichte der Binnenschiffahrt sowie die drei wichtigsten nationalen Seenotrettungs-Organisationen, die amerikanische "U.S. Coast Guard" die britische "Royal National Lifeboat Institution" und die "Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger" vorgestellt.

Deck 10: Salon 10. Längengrad: Eventbereich, Sonderveranstaltungen
Sonderausstellungen, Lesungen und Konzerte, Symposien, Vorträge und Präsentationen: Der "Salon 10. Längengrad" bietet ein weit gefächertes Programm. Neben dem Internationalen Seegerichtshof finden Meeresforschungsinstitute, Werften, Reedereien und verschiedene weitere der Seefahrt verpflichtete Institutionen ein Forum im 10. Boden des Kaispeichers B.
Verschiedene kulturelle Veranstaltungen und wissenschaftliche Vorträge ergänzen die Dauerausstellung des Museums und eröffnen neue Zugänge zum maritimen Themenfeld.
Hoch über den Dächern Hamburgs gelegen, ist der "Salon 10. Längengrad" außerdem Treffpunkt und festlicher Rahmen für Empfänge, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern, Konzerte, Produktpräsentationen und Tagungen.

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch, Freitag, Sonnabend und Sonntag: 10-18 Uhr
Donnerstag: 10-20 Uhr
Montag: geschlossen
Feiertagsregelungen und aktuelle Hinweise unter www.internationales-maritimes-museum.de.
Öffnungszeiten: Stand Mai 2010

Verkehrsanbindung
U-Bahn U1, Haltestelle Meßberg
Bus Nr. 3, Haltestelle Auf dem Sande/Speicherstadt
Bus Nr. 6, Haltestelle Bei St. Annen
Fähre Nr. 62, Haltestelle Sandtorhöft
Maritime Circle Line, Haltestelle Speicherstadt (Kibbelsteg-Brücke)

Eintrittspreise
Erwachsene: 10 Euro (Die Erwachsenen-Tageskarte berechtigt zum Kauf einer ermäßigten Eintrittskarte am Folgetag)
Kleinfamilie: 12 Euro (1 Erwachsener mit Kindern ab 6 Jahren)
Familie: 22 Euro (2 Erwachsene mit Kindern ab 6 Jahren)
Kinder ab 6 Jahre, Schüler, Studenten, Rentner, Schwerbehinderte, Erwerbslose, Wehr- und Zivildienstleistende, Inhaber von HamburgCard oder Metropolcard (jeweils gegen Vorlage ihres Ausweises): 7 Euro
Gruppe (ab 10 Personen): 7 Euro pro Person
Schulklassen: 3,50 Euro pro Schüler
Dauerkarte für Erwachsene, gültig 1 Jahr: 55 Euro
Preise: Stand Mai 2010

Gruppenführungen
Buchung über den Museumsdienst Hamburg:
Telefon: +49 (0)40-428131-0
E-Mail: museumsdienst@kb.hamburg.de
Internet: www.museumsdienst-hamburg.de

Hinweis für Behinderte
Alle Etagen des Museums sind mit einem Fahrstuhl zu erreichen. Da es sich bei dem Museum um ein historisches, denkmalgeschütztes Gebäude handelt, wurde bei dem Umbau so wenig wie möglich eingegriffen. Die Zugänge für körperbehinderte Besucher folgen darum keinem einheitlichen Schema. Ein Plan ist kostenlos am Eingang erhältlich.

Weitere Informationen
Internationales Maritimes Museum / Kaispeicher B
Koreastraße 1, 20457 Hamburg
Telefon 040/300 92 300


Quelle: www.internationales-maritimes-museum.de


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